Trommlerwieber

Eine Handvoll mutiger Frauen schlossen sich mit Zustimmung der Glonki-Gilde im Jahr 1980 zusammen und bildeten fortan die Trommlerwieber, das weibliche Pendant zum Trommlerzug.

 

Zu erkennen sind sie unter der großen Glonkischar ganz leicht, denn um sich vom Trommlerzug und allen anderen Glonki abzuheben, tragen die Trommlerwieber Hosen, also Overalls, ebenfalls in blau-weiß.

 

Die Trommlerwieber sind momentan 23 Frauen, die eine große Kameradschaft pflegen und nicht nur an der Fasnet unterwegs sind. Auch unter dem Jahr finden viele Veranstaltungen wie Ausflüge, Hüttenwochenenden und Weihnachtsfeier statt.

Du möchtest gerne Teil unserer reinen Frauengruppe werden oder uns einfach passiv unterstützen? Dann bist du herzlich willkommen!

 

Bei uns kann jede die mindestens 18 Jahre alt und Weiblich ist, mitmachen.

 

Gerne kannst du uns unter der E-Mail Kontakt@Trommlerwieber.de  oder über unsre Facebook-Seite kontaktieren.

Yvonne Bißwurm

Es war einmal – nein – es begab sich zu einer Zeit, als Männer noch Hosen und Frauen noch Kleider trugen und diese vor allem noch wussten, wo sie hingehörten – nämlich zu den Kindern in die Küche an den Herd. Selbst in der fünften Jahreszeit in dem Städtle Villingen verhielten sie sich sittsam: Als scheue Villingerin oder Morbili im Häs oder an einer Klarinette oder Querflöte in einem Orchester. Bei Dunkelheit gingen sie nach Hause und früh zu Bett – Alkohol war ihnen ein Fremdwort……

 

Dann vor 25 Jahren geschah das Unfassbare!!!!! Acht Frauen probten den Aufstand in einer Männerdomäne – an Fastnacht!!!! „Oh diese Wieber“ hörte man die Männer sagen und weil die Frauen mit Trommeln unterwegs waren, war auch gleich ein Name für diese unflätigen weiblichen Wesen gefunden: „Trommlerwieber“.

 

An der ersten Fastnacht im Jahre 1980 anno Domini zogen sie in anrüchigen Hosenanzügen, genannt Overalls mit eben riesigen Trommeln durch die Gassen und Straßen von Villingen.

Freche Lieder, unsittsames Verhalten und keine Vorstellung von einer Bettzeit – das alles sagte man ihnen nach. Alkohol tranken sie auch noch – das weiß man aus zuverlässigen Quellen……

 

Und das flirten lernten sie bis zur Perfektion. Doch jedes Mal, wenn ein Mann schon hoffte, nur in die Nähe seiner Begierde zu kommen, schwang das Trommlerwieb die Schlegel, reihte sich ordentlich ein – und weg war die ganze Truppe – auf dem Weg zur nächsten Kneipe…..

 

Sogar die Zunft versuchte durch zwei Abgesandte, die Frauen zur Vernunft zu bringen. Sie baten die selbigen, nicht mehr so schlüpfrige Lieder zu singen – wo sie doch so nette, liebe, junge – Frauen waren…ohne Erfolg.

 

Nicht nur an Fastnacht waren sie unterwegs. Unterm Jahr taten sie sich zusammen, um zu bedienen oder gar um auf Ausflüge zu gehen – ohne männlichen Schutz. So wurden sie in Venedig und in Wien gesehen, auf der Loreley oder am Bodensee – wenn nur nicht die Lieder gewesen wären…kurz um, sie wurden weit über die Grenzen hinaus bekannt.

 

Zuhause sorgten sie sich wenigstens einmal im Jahr um das Wohlergehen der Männer – zumindest der Trommlermänner – auf einer gemeinsamen Hütte für drei Tage……

 

Zu Beginn waren die Villinger – und vor allem die Männer – davon überzeugt, dass dieser Zug der Glonki-Gilde nicht lange bestehen würde. Man wusste ja wie Frauen waren….schnell da, aber auch schnell wieder weg – also ließ man sie gewähren……

 

Richtig war, dass Mitglieder-innen kamen und gingen, heirateten und Kinder zur Welt brachten, Ausbildungen absolvierten, weit und lange verreisten, aber irgendwie waren sie nicht weg zu bekommen.

 

1995 ging der nächste Aufschrei – nun wollten die Frauen auch noch in den großen Rat der Glonki-Gilde. „Ja wo gibt’s denn so was. Soweit kommt’s noch. Da trete ich doch sofort aus der Glonki-Gilde aus“ So waren die Kommentare der Männer.

 

Trotzdem wurden die ersten Frauen (Tambourin Trommlerwieber und Trainerin Glonkinchen) am 11.11.1996 als Beitätinnen in den großen Rat aufgenommen. Sicher hat der eine oder andere Mann eine kurze Herzschwäche erlitten – ein Notarzt musste jedoch nicht hinzugezogen werden……

 

Und wenn man genau nachrechnet, feiert diese Truppe dieses Jahr das 25 jährige – ein Viertel Jahrhundert – kaum zu glauben und es ist immer noch kein Ende abzusehen.

Trommlerwieber
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